Aktuelles
Im Dallas in Dallau kam der neugewählte Vorstand der Jusos Neckar-Odenwald zu seiner ersten Sitzung zusammen. Zu Beginn stand ein Austausch über die aktuelle politische Lage an. Besorgt äußerte sich Kreisvorsitzende Fabienne Tonini über die Bestrebungen, den Sozialstaat Schritt für Schritt zu schleifen. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass Kürzungen und Einsparungen immer auch die politischen Ränder stärken.
Philipp Hensinger betonte in der Diskussion die Notwendigkeit tiefgreifender Reformen. Es brauche umfassende und spürbare Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen. Gleichzeitig müssten sehr hohe Vermögen stärker zur Finanzierung des Gemeinwesens herangezogen werden.
Kritik kam auch von Drilon Abazi, stellvertretender Kreisvorsitzender der Jusos. Er warf der Mutterpartei vor, seit der Bundestagswahl zu wenige Akzente gesetzt zu haben. „Die SPD wirkt zu blass, und es fehlt ihr an Mut, wichtige Reformen durchzusetzen“, so Abazi.
Der Mosbacher Stadtrat Niklas Schaller schilderte die schwierige finanzielle Lage vieler Städte und Gemeinden. Besonders wichtig sei, dass die Mittel aus dem Sondervermögen zügig und unbürokratisch an die Kommunen abfließen, um dort handlungsfähige Politik zu ermöglichen. „Es kann nicht sein, dass Land und Bund immer mehr Aufgaben an die Kommunen übertragen, aber dann nicht für die Finanzierung aufkommen“, so Schaller.
Im weiteren Verlauf der Sitzung begrüßten die Kreisvorsitzenden Fabienne Tonini und Jonas Weber den Landtagskandidaten der SPD, Patrick Haag, als Gast. Haag bedankte sich für die Einladung und die Unterstützung durch die Jusos. In seinem Impuls machte er deutlich, welche Themen für ihn im Landtagswahlkampf im Vordergrund stehen. „Wir brauchen eine echte Perspektive für junge Menschen im ländlichen Raum, sei es durch bessere Ausbildungs- und Studienbedingungen, durch verlässliche Gesundheitsversorgung oder durch bezahlbares Wohnen. Die Politik muss dafür sorgen, dass man hier nicht nur aufwächst, sondern auch bleiben kann.“
Mit Rückenwind aus zwei intensiven Jahren starten die Jusos Neckar-Odenwald in die nächste Amtszeit. Bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag in Obrigheim wurden die beiden Vorsitzenden Fabienne Tonini aus Billigheim und Jonas Weber aus Neckargerach einstimmig wiedergewählt. Gemeinsam gehen sie nun ins dritte Jahr an der Spitze des Kreisverbands. Neu in den Vorstand wurde Drilon Abazi aus Walldürn als stellvertretender Vorsitzender gewählt. Als Beisitzerinnen und Beisitzer komplettieren Anna-Maria Sauer, Niklas Schaller, Miriam Schmitt, Philipp Hensinger und Christoph Veith das Team.
In ihrem Rückblick erinnerten Tonini und Weber an zahlreiche Highlights: darunter der erste Christopher Street Day in Mosbach, Fahrten nach Straßburg und Berlin, die Mitorganisation der großen Demonstration für Demokratie und Menschenrechte mit über 4.000 Teilnehmenden im Januar 2024 in Mosbach sowie viele weitere Veranstaltungen im ganzen Kreis. Auch bei den Kommunalwahlen war der Einsatz der Jusos beispiellos. So viele junge Menschen wie noch nie kandidierten für die SPD. Zwar reichte es nicht für einen Sitz im Kreistag, doch viele Jusos erzielten beachtliche Ergebnisse und einige sind nun in den Gemeinderäten aktiv.
Ein weiterer Höhepunkt war der Bundestagswahlkampf mit Philipp Hensinger, einem der jüngsten Kandidaten bundesweit. „Auch wenn das bundesweite Ergebnis für die SPD historisch schlecht war, haben wir hier vor Ort viele junge Menschen für die Sozialdemokratie begeistert“, so Hensinger. Die Versammlung dankte ihm für sein außergewöhnliches Engagement und hob hervor, dass er ein besseres Erststimmenergebnis erzielte als die SPD bei den Zweitstimmen.
Heute gedenken wir der Opfer des Nationalsozialismus. Gestern haben deutlich über 3.000 Menschen gezeigt: Wir vergessen nicht!
Binnen einer Woche konnte ein breites Bündnis für Demokratie und Menschenrechte ins Leben gerufen werden. Begonnen mit den demokratischen Jugendorganisationen im Neckar-Odenwald-Kreis hat sich ein Bündnis von über 30 Parteien, Organisationen und Initiativen zusammengefunden. Vom Bahnhof Mosbach West zogen die Demonstrationsteilnehmer friedlich in Richtung Marktplatz.
Am vergangenen Freitag haben wir zusammen mit 300 weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor der Baulandhalle Osterburken gegen die AfD-Kundgebung demonstriert. Es beteiligten sich fast doppelt so viele Menschen an der vom Arbeitskreis für Toleranz und Vielfalt Osterburken initiierten Protest.
Unterstützt wurde der Protest von Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD Neckar-Odenwald, der KZ-Gedenkstätte Neckarelz, dem Netzwerk gegen Rechts Main-Tauber, der AWO Neckar-Odenwald, den Jusos Neckar-Odenwald-Kreis, der IG Metall und dem DGB Neckar-Odenwald-Kreis.
Gestartet war der Demonstrationszug am Bahnhof Osterburken, von welchem sich der Demonstrationszug zum alten Friedhof, an dem sich ein Sammelgrab von neun unbekannten KZ-Häftlingen befindet, weiterzog.
Dorothee Roos, Vorsitzende des Vereins „KZ-Gedenkstätte Neckarelz“ berichtete von der Erinnerungsarbeit in Osterburken unter anderem mit dem im vergangenen Jahr von Dr. Jörg Scheuerbrandt herausgegebenen Quellenband „Der KZ-Zug – Ende und Aufbruch“. Die AfD bekämpfe diese Bewusstseinsarbeit und fordere eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“. Dabei ging sie auch auf die Attacken der AfD-Abgeordneten und Höcke-Bewundererin Christina Baum gegen Erinnerungsarbeit und Geschichtsunterricht ein, die sie als „Schuldkult“ betitelte.
Der evangelische Pfarrer Thomas Schnücker hob die Bedeutung der Grundrechte hervor. „Die Würde aller Menschen ist unantastbar, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Glauben, sexueller Orientierung, Alter oder Gesundheit!“ Wer dies in Frage stelle begebe sich außerhalb der Ordnung des Grundgesetzes.
Musikalisch begleitet wurde die Demonstration vom Osterburkener Musiker Ivo Heck.
Solidarität mit Israel
Wir, die Jusos, Junge Union, Grüne Jugend und Junge Liberale, verurteilen den terroristischen Angriff der Hamas gegen Israel auf das Schärfste. Der menschenverachtende Angriff ist durch nichts zu rechtfertigen. Wir sind in tiefer Trauer und in Gedanken bei den vielen Toten und Verletzten und ihren Hinterbliebenen.
Als politische Jugendorganisationen stehen wir entschlossen an der Seite Israels und der israelischen Bevölkerung. Das Existenzrecht Israels sowie die Sicherheit von Jüdinnen und Juden ist unverhandelbar.
Mit Entsetzen blicken wir auf die vermehrt auftretenden Angriffe auf Jüdinnen und Juden in unserem Land. Mit aller Entschlossenheit setzen wir uns für den Schutz aller Jüdinnen und Juden in Deutschland und der Welt ein.
Nie wieder ist jetzt!
Fabienne Tonini, Co-Vorsitzende Jusos Neckar-Odenwald
Jonas Weber, Co-Vorsitzender Jusos Neckar-Odenwald
Dominik Kircher, Vorsitzender Junge Union Neckar-Odenwald
Lena-Marie Dold, Co-Vorsitzende Grüne Jugend Neckar-Odenwald
Arno Meuter, Co-Vorsitzender Grüne Jugend Neckar-Odenwald
Julius Stumpf, Vorsitzender Junge Liberale Neckar-Odenwald
Gestern fand der erste CSD in Mosbach start. Mit über 200 Teilnehmenden setzten wir ein Zeichen für einen offenen, toleranten und weltoffenen Neckar-Odenwald. Wir sind überwältigt von dem vielen positiven Rückmeldungen von euch!
Mit unserem ersten CSD haben wir schon viel bewegt. So lädt die Gleichstellungsbeauftragte des Neckar-Odenwald-Kreises alle Interessierten zu einem ersten Runden Tisch „Vielfalt im Neckar-Odenwald-Kreis“ ein. Ihr seid alle herzlich dazu eingeladen.
Wir bedanken uns bei Allen, die den Tag organisiert haben, aber vor allem bei euch!
Wir sehen uns nächstes Jahr!
Heute ist der internationale Tag gegen Homophobie, Bi-, Inter- und Transphobie. Für Diskriminierung gibt es in unserer Gesellschaft keinen Platz.
Alle Menschen müssen die Freiheit haben, zu leben und zu lieben, wie und wen sie wollen. Deshalb ist es wichtig, dass die Bundesregierung so schnell wie möglich das neue Selbstbestimmungsgesetz auf den Weg bringt.